Obwohl es scheinen könnte, dass man über Kaffee alles schon gesagt und geschrieben hat, hat dieses Getränk Eigenschaften, die viele Personen gar nicht kennen. Im folgenden Artikel werde ich solche Daten über Kaffee beschreiben, die für Viele eine echte Überraschung sein werden. Hier sind zwölf interessanteste Fakten über dieses Getränk, die viele gängige Meinungen und Überzeugungen verneinen.

Kaffee – gesund, wie grüner Tee

Sofern man grünen Tee allgemein als ein Getränk, das starke gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzt, betrachtet, wird über Kaffee oft Negatives gesagt und geschrieben, wobei angedeutet wird, dass seine Konsumption auf den Organismus ungünstig wirkt. Es stellt sich aber heraus, dass eine solche Betrachtungsweise keine Unterstützung in der Forschung hat. Kaffee ist nämlich dem grünen Tee ähnlich und reich an Polyphenolen – Substanzen, die antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Welche Vorteile sind also mit ihrer regelmäßigen Konsumption verbunden? Darüber in folgenden Teilen des Artikels!

 

Kaffee reduziert das Diabetesrisiko

Die oben genannten Polyphenole, die in Kaffeebohnen (und in dem aus ihnen gemachten Aufguss) präsent sind, wirken sehr positiv auf den Kohlenhydrathaushalt und reduzieren damit das Risiko der Zuckerkrankheit. Forschungsdaten zeigen, dass die Personen, die regelmäßig Kaffee trinken, statistisch seltener an Diabetes erkrankt werden. Interessant ist, dass dieser Effekt besonders klar ist, wenn man mehr als vier Tassen Kaffee täglich trinkt. Man muss aber darauf achten, dass solche Koffeindosen für manche Personen beschwerlich sein können, weil sie Gereiztheit und Schlaflosigkeit verursachen. Im Lichte des besprochenen Problems scheint koffeinfreie Variante dieses Getränkes eine gute Lösung zu sein.

 

Kaffee schützt Nervenzellen

Regelmäßiges Kaffeetrinken bewirkt die Kondition der Nervenzellen positiv, indem es das Risiko der Entwicklung von Demenz, Alzheimer- und Parkinsonkrankheit deutlich reduziert. Dieser Effekt ist eben mit hohem Gehalt an oben genannten Phenolverbindungen verbunden. Antioxidationsmittel, die Kaffee enthaltet, beschützen die Neurone vor übermäßigen Wirkung freier Radikalen und regen zusätzlich die Aktivität der Neurotransmitter an, die mit Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten engagiert sind, was hier wichtig ist. Die Ergebnisse der vorbereiteten wissenschaftlichen Forschungen deuten darauf an, dass Kaffeepolyphenole vor Entwicklung mancher Formen des Hirntumors schützen können. Optimale Kaffeedosis im beschriebenen Kontext ist vermutlich eine bis vier Kaffeetassen täglich.

 

Kaffee wirkt vorteilhaft auf die Leber

Noch vor ein Duzend Jahren warnte man vor regelmäßiger Kaffeekonsumption, die angeblich tödlich für die Leber sein sollte. Heutzutage kann man genau umgekehrte Meinungen treffen. Kaffee trinkende Personen haben oft gesundere Leber, als die Kaffee-Abstinenzler. Für diese Eigenschaft sind die oben genannte Phenolverbindungen verantwortlich. Sie schützen die Leberzellen vor negativem Einfluss der freien Radikalen, was die Degeneration reduziert und die Regeneration stark optimiert.

 

Kaffee reduziert das Risiko der Stimmungsstörungen

Antidepressive Eigenschaften des Kaffees lösen viele Kontroverse aus. Es gibt nämlich Gründe zu glauben, dass sehr hohe Dosen von Koffein die Stimmung negativ bewirken. Dennoch zeigen die Forschungen, dass Personen, die regelmäßig Kaffee trinken, um etwa 10 % seltener an Depression leiden. Mehr noch, die Kaffeetrinker begehen zwei Mal seltener Selbstmord! Bisher ist es nicht bekannt, welche Kaffeeelemente diese antidepressive Eigenschaften hervorrufen. Lange Zeit hat man gedacht, dass die Antioxidanten diesen wohltuenden Stimmungseinfluss bewirken, immer mehr weist aber darauf hin, dass die aromatischen flüchtigen Verbindungen, die beim Aufgießen und bei der Konsumption des Kaffees freigesetzt werden, ihm die einzigartige Eigenschaften geben. Dieses Thema benötigt aber weitere Forschung.

 

Kaffee beschleunigt Stoffwechsel und hilft beim Abnehmen

Eine Tasse Kaffee könnte mit einer Dosis Nahrungsergänzungsmittel zum Abnehmen aus der Gruppe der Fatburner guter Qualität ruhig konkurrieren. Außerdem erhalten solche Präparate oft Substanzen, die sich aus Kaffeebohnen herleiten, wie Methylxanthine und Polyphenole. Die im Kaffee existierende Koffein wirkt in folgenden Bereichen:

 

  • reduziert das Ermüdungsgefühl, treibt zum Handeln an,
  • erhöht die Kräfte (wir können schwerer und länger trainieren),
  • erhöht die spontane Sportaktivität (wir verbrauchen mehr Energie für tägliche Tätigkeiten),
  • erhöht die Thermogenese (verstärkt die Wärmeproduktion).

 

Das alles begünstigt die Fettgewebereduktion. Zusätzlich verstärken die im Kaffee existierenden Polyphenole das oben genannte Effekt durch folgende Mechanismen:

 

  • verlängern den Einfluss der Katecholamine auf die Fettzellen (Katecholamine werden durch Koffeineinfluss freigesetzt),
  • verbessern die Insulinempfindlichkeit,
  • reduzieren die Resorption mancher Nahrungssubstanzen.

 

Wärmebildende Eigenschaften des Kaffees können durch Zugabe von Ingwer oder Chili verstärkt werden. Zucker und Milch reduzieren jedoch die Intensivität des oben genannten Effekts.

 

Instant-Kaffee ist auch Kaffee

Viele Menschen auf der Welt sind davon überzeugt, dass Instant-Kaffee in Folge komplizierter chemischer Reaktionen entsteht und das Endprodukt selbst nicht sehr viel mit richtigem Kaffee zu tun hat, weil er eine Mischung von Koffein und künstlichen Aromen ist. In Wirklichkeit haben aber solche Überzeugungen nicht viel mit der Wahrheit zu tun. Instant-Kaffee wird aus echten Kaffeebohnen gemacht, die erstmals geröstet und dann entsprechend verarbeitet werden, dann entweder gefrier- oder sprühgetrocknet. Kaffee besserer Qualität wird durch Gefriertrocknung produziert, die keinen Geschmack- oder Aromaverlust zur Folge hat. Im Bereich des Geschmacks und der Kaffeekunst ist die Instant-Variante dieses Getränks nicht sehr beliebt. Wenn es aber um Koffein- und Antioxidationsmittelinhalt geht, ist sie vollwertiger Kaffee.

 

Kaffee ist gar nicht so Magnesiumvernichtend, wie man gewöhnlich denkt

Es existiert solche Meinung, die sagt, Kaffee erhöht Magnesiumausscheidung aus dem Organismus, wofür Koffein verantwortlich sein solle. Diese These ist wirklich wahr, jedoch nur unter einer Bedingung. Damit die Magnesiumbilanz gestört wird, muss man ca. 5 – 6 Kaffee am Tag trinken und dem Organismus mindestens 500 mg Koffein zuführen. Wenn man nur eine oder zwei Kaffee gewöhnlicher Stärke täglich trinkt, muss man sich um Magnesium nicht sorgen.

 

Kaffee trinkende Personen leben länger

Diese Tatsache scheint sehr überraschend zu sein, hat aber Unterstützung in wissenschaftlichen Forschungen, die deutlich zeigen, dass Personen, die regelmäßig Kaffee trinken länger leben, als diese, die dieses Getränk vermeiden. Ob es wirklich Kaffee ist, der das Leben verlängert? Da kann man sich nicht hundertprozentig sicher sein, aber Vieles weist auf die schon früher beschriebene Phenolverbindungen hin, die diesen Effekt der Lebensverlängerung verursachen.

 

Kaffee und Kreatin schließen sich nicht gegenseitig aus

Vor einiger Zeit wurde eine Meinung populär, nach der Koffein all die Nutzen der Kreatineinnahme zerstört. Wichtig ist hier, dass diese Meinung aufgrund der Ergebnisanalyse einer wissenschaftlicher Studie schlussgefolgert wurde. Es existieren also tatsächlich Gründe für Vermeidung der Kaffee-Kreatin-Verbindung.  Es lohnt sich aber zu wissen, dass die Ergebnisse dieses Experiments vereinzelt vorgekommen sind. Andere Forschungen zeigen, dass die Verbindung von Koffein und Kreatin die Anstrengungsfähigkeitsentwicklung positiv beeinflusst. Auch die tägliche Praxis zeigt, dass eine solche Substanzverbindung kein Problem ist, wenn es um die Erreichung konkreter Effekte geht. Mehr noch, auf dem Markt gibt es viele Produkte, die sowohl Koffein, als auch Kreatin zusammen beinhalten – und diese erfreuen sich eines guten Rufes.

 

Kaffee verursacht keinen Bluthochdruck

Die nächste falsche Meinung über Kaffee ist, dass er Bluthochdruck verursacht, wenn regelmäßig getrunken. Diese Abhängigkeit scheint ziemlich kompliziert zu sein. Es gibt nämlich Beweise dafür, dass eine einmalig getrunkene Kaffeetasse (oder Einnahme der Koffein in anderer Form) eine deutliche Erhöhung des Blutdrucks verursacht, nur aber bei Personen, die alltags keinen Kontakt mit Koffein haben. Regelmäßige Konsumption dieser Substanz verursacht aber einen Rückgang des oben genannten Effekts. Bei Kaffeetrinkern beeinflusst eine oder zwei Kaffeetassen den Bluthochdruck gar nicht.

 

Allzu viel ist ungesund

Obwohl Kaffee während der zwei letzten Dekaden von einem „wertlosen Genussmittel“ gerade zur gesundheitsförderndem Getränk wurde, bedeutet es noch lange nicht, dass man Kaffee uneingeschränkt trinken kann. Eine zu häufige Konsumption ist mit dem Risiko der Gesundheitsstörungen verbunden, was eine Folge von hoher Koffeinzufuhr (sie kann Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Entwässerung verursachen) und Oxalsäure (die Kalziumresorption reduziert und in den Nieren als Konkrement ausflocken kann) ist.