Ideen zum Abnehmen gibt es tausende – manche mehr, manche weniger seriös. Oft aber liegt das Problem nicht in der Methode, für die man sich entscheidet, sondern in Fehlern, die man bei ihrer Umsetzung begeht. Die „beliebtesten“ von ihnen seien hier kurz vorgestellt.

Ein allzu großes Kaloriendefizit

Um abzunehmen muss man einfach weniger essen. In dieser schlichten Weisheit steckt eine Menge Wahrheit. Auch wenn es letztendlich falsch ist, sich in Ernährungsfragen allein auf die „Menge“ zu konzentrieren, wollen wir uns in diesem Artikel auf diesen Aspekt beschränken. Allzu leicht nämlich verfallen wir der auf den ersten Blick logisch erscheinenden Annahme, das Tempo, mit dem wir abnehmen, wäre proportional zum in unserem Diät-Plan vorgesehenen Kaloriendefizit. In der Praxis aber funktioniert das so nicht. Wenn wir unsere Kalorienzuguhr allzu drastisch reduzieren, reagiert der Körper mit Kompensationsmechanismen, die den Abbau von Körperfett reduzieren, und geht außerdem sozusagen zum „Gegenangriff“ über – was wir in Form von Heißhungerattacken zu spüren bekommen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir diesen nachgeben, und damit einen Großteil unserer Arbeit wieder zunichtemachen. Daher sind paradoxerweise gerade drastischere Diäten weniger effektiv.

Wenig intensives aerobes Training

Es stimmt schon, dass unser Körper während eines weniger intensiven Trainings eher auf seine Fettreserven zurückgreift als während körperlicher Anstrengung hoher Intensität. Trotzdem ist so ein aerobes Training auch zum Abnehmen nicht grundsätzlich dem Widerstandstraining vorzuziehen. Oft erzielen wir gerade durch Trainingseinheiten von hoher Intensität die besseren Effekte. Das liegt zum einen daran, dass sie dem Erhalt der Muskelmasse dienen, und zum anderen, dass sie einen längerfristigen Einfluss auf unseren Stoffwechsel haben. So eine Trainingssession im Fitnessstudio beschleunigt den Metabolismus für gute 24 Stunden, und durch den erhöhten Grundumsatz verbrennen wir über diese ganze Zeit auch im Ruhezustand mehr Kalorien als normal. Daher sollte man es beim Sport eben nicht beim aeroben Training belassen.

Allzu häufige oder intensive „Cheat-Tage”

Ein gelegentliches „Cheat-Meal“ ist nicht nur eine willkommene Abwechslung im Diät-Alltag sondern kann die Effektivität der Diät sogar verbessern. Manche jedoch übertreiben es mit dem „Cheaten“ und gehen vom einen Extrem in das andere. Wer sich geradezu den Bauch vollschlägt und das dann womöglich noch mit Fast-Food, der geht damit zu weit. Zum einen tust du damit deinem Verdauungstrakt nichts Gutes, und zum anderen ist die Kalorienaufnahme dabei so hoch, dass sie über Tage hinweg deine sonst vielleicht negative Energiebilanz locker ausgleicht. Auch fürs „Cheaten“ gilt also: Maß halten oder zunehmen!