D-Tagatose – Süßstoff ohne Schuld und Tadel

Kalorienarme oder gar kalorienfreie Ersatzstoffe für Zucker sind, gerade bei allen, die abnehmen wollen, sehr gefragt. Doch leider stehen viele Süßstoffe in dem Ruf, gesundheitsschädigend zu sein. Als unbedenklich gelten lediglich Steviolglycoside und vor allem… D-Tagatose.

Was ist D-Tagatose?

Über Tagatose ist in den Medien bislang nicht viel zu hören, obwohl das Monosaccharid als Inhaltsstoff mehrerer auf dem Markt erhältlicher Süßstoffe zu finden ist. Die chemische Struktur von D-Tagatose ist der Fructose sehr ähnlich. Bei fast gleicher Süßkraft aber hat Tagatose mit gerade mal 1,5 kcal/g einen deutlich niedrigeren Brennwert (zum Vergleich: Fructose, Saccharose und Glucose haben 4 kcal/g), was sie zu einer interessanten Alternative zu herkömmlichen Zuckern macht.

Was macht Tagatose so einzigartig?

Eine wichtige Eigenschaft von Tagatose ist ihre hohe Hitzebeständigkeit. Daher eignet sie sich in der Küche auch zum Braten und Backen. Auch die Tatsache, dass sie wasserlöslich ist, macht Tagatose praktisch im Gebrauch. Von ausschlaggebender Bedeutung ist natürlich auch der Geschmack eines Süßstoffs. Und hier gaben Versuchspersonen Tagatose ganz entschieden den Vorzug vor den in letzter Zeit populären Süßstoffen auf Stevia-Basis. Im Gegensatz zu Polyolen wie Birkenzucker, Mannit oder Maltit wiederum verursacht Tagatose keine Verdauungsstörungen. Gegenüber Aspartam, Sucralose, Acesulfam, Cyclamat und Saccharin hat Tagatose den Vorteil, dass es sich bei ihr um ein Naturprodukt handelt und sich zumindest bisher keinerlei Kontroversen um seine Gesundheitsverträglichkeit ranken.

Tagatose ist gut für die Darmflora

Vieles deutet darauf hin, dass D-Tagatose nicht nur gesundheitlich unbedenklich sondern sogar gesundheitsfördern ist. Der Zucker wird von unserem Organismus nur in geringen Maßen absorbiert – was seinen Brennwert so gering und seinen glykämischen Index so extrem niedrig macht. Der unverdaute Teil der D-Tagatose dagegen wird den Bakterien unserer Darmflora zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut, die dann ihrerseits von unserem Organismus absorbiert und verstoffwechselt werden. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass D-Tagatose unsere Darmflora im doppelten Sinne positiv beeinflusst. Sie fördert das Wachstum nützlicher Bakterienkulturen und hilft gleichzeitig, die Vermehrung schädlicher Mikroorganismen in Schranken zu halten. Da Wissenschaftler unserer Darmflora in letzter Zeit eine immer größere Bedeutung für unseren allgemeinen Gesundheitszustand zuschreiben, sollte man diese Tatsache als einen wichtigen Pluspunkt von Tagatose vermerken.