Fruchtjoghurt – Feind unserer Figur

Lecker, praktisch und dabei noch gesund. Das möchte uns die Werbung glauben machen. Dabei enthält jeder Fruchtjoghurt aus dem Supermarkt eine ordentliche Portion Zucker – und nicht immer irgendwelche Spuren von Obst.

Fermentierte Milchprodukte wie Joghurt, Kefir, Dickmilch oder Buttermilch sind eine ausgezeichnete Bereicherung einer gesunden Diät. Sie liefern Calcium, B-Vitamine und probiotische Bakterien. In natürlicher Form sind sie kalorienarm und damit auch während einer Reduktionsdiät sinnvoller Bestandteil unserer Ernährung. Wenn jedoch bei der Herstellung Zucker, künstliches Aroma, Farb- und andere Zusatzstoffe darunter gemischt werden, entsteht ein Lebensmittel, das einem Schokoriegel näher steht als einem Diät-Produkt.

Hast Du dich einmal gefragt, wie viel Zucker eine Halbliterflasche Cola enthält? Die Antwort lautet: 13 Teelöffel. Eine Halbliterpackung Fruchtjoghurt zum Vergleich enthält… 20 Teelöffel Zucker. Wer zum Frühstück eine Flasche Trinkjoghurt mit Erdbeergeschmack trinkt, der könnte ebenso gut ein halbes Glas Zucker essen. Zu allem Überfluss aber wird so ein Trinkjoghurt oft gar nicht getrunken, sondern anstelle von Milch über Cerealien gekippt, die als „Fit“-Produkt propagiert doch nur Spuren von Vollkornmehl und Vitaminen enthalten und hauptsächlich aus Weißmehl und womöglich auch noch Zucker bestehen. Wer ernsthaft glaubt, so ein Frühstück sei besser als ein Sandwich, der muss sich auf der Waage auf eine böse Überraschung gefasst machen.

Am besten macht man sich seinen Fruchtjoghurt selber. Mithilfe eines Küchenmixers wird aus einem Glas Joghurt und 100-200 g Obst, wie z.B. Bananen, Erdbeeren oder Himbeeren, im Handumdrehen ein leckerer Cocktail, der so wertvoll ist wie die Zutaten, aus denen er besteht. Und unterwegs kann man sich einfach ein paar Rosinen, getrocknete Aprikosen oder Moosbeeren in den Joghurt rühren. Zwar liefert man sich auch damit eine zusätzliche Portion Kohlenhydrate – die aber unraffiniert, aus gesunden Lebensmitteln mit einem niedrigen Verarbeitungsgrad. Mit einem Löffel Haferkleie kann man auch noch Balloststoffe hinzufügen und damit sowohl seinem Blutzuckerspiegel etwas Gutes tun als auch das Sättigungsgefühl erhöhen. Und sofern man hochwertigen Bio-Joghurt verwendet, tut man mit den darin enthaltenen probiotischen Bakterien auch seiner Darmflora einen Gefallen.