Dosen-Thunfisch – eine ideale Proteinquelle?

Mit Dosen-Thunfisch lässt sich schnell und einfach eine eiweißreiche Mahlzeit zaubern – einen leckeren Salat oder Spahetti al tonno. Als Seefisch gilt er zudem als besonders gesund, wegen seines Gehalts an Omega-3-Fettsäuren. Doch die beliebten Fischkonserven haben auch ihre dunkle Seite.

Zum einen wird der Fisch auf dem Weg in die Dose einem langwierigen Verarbeitungsprozess unterzogen, der sowohl die Struktur als auch die Eigenschaften der in ihm enthaltenen Fettsäuren verändert, die dabei ihr gesundheitsförderndes Potential verlieren. Darüber hinaus unterliegt das im Fleisch enthaltene Cholesterin Oxidationsprozessen, wobei gesundheitsschädliche Hydroxycholesterole und 7-Ketocholesterol gebildet werden, die in Lebensmitteln eigentlich nichts zu suchen haben.

Zum anderen ist selbst frischer Thunfisch ein Fisch, der oft einen hohen Gehalt an Quecksilber hat. Dieses Problem wird in den Medien vielleicht manchmal übertrieben. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Thunfisch in dieser Hinsicht nicht der gesündeste Fisch ist. Wer ein- bis zweimal pro Monat eine Dose Thunfisch isst, der wird sich mit Sicherheit keine Quecksilbervergiftung einfangen, aber mehrere Dosen pro Woche können über einen längeren Zeitraum hinweg schon ein erhebliches Gesundheitsrisiko mit sich bringen.

Wenn man sich trotzdem eine Dose Thunfisch gönnt, sollte man beim Kauf nicht so sehr auf den Preis schauen und den Konserven mit Thunfischfilets den Vorzug vor den billigeren Thunfisch-Stücken geben. Denn der Preisunterschied hat natürlich seinen Grund. In Stückchen verkauft wird Fleisch von minderer Qualität – sowohl in Hinsicht auf den Nährwert als auch den Geschmack.

Während es keinen Grund gibt, vollkommen auf Thunfisch zu verzichten – auch nicht auf den aus der Dose – sollte man ihn besser nicht zu einer seiner wichtigsten Proteinquellen machen. Es führt leider kein Weg drum herum – wenn wir gut und gesund essen wollen, müssen wir unsere Lebensmittel mit Sorgfalt auswählen und uns für die Zubereitung etwas Zeit nehmen.